Rebecca Loebbert

Rebecca Loebbert wurde 1999 in Essen geboren. Schon als kleines Mädchen liebte sie es, Geschichten zu erfinden und jeden, der es hören wollte (oder auch nicht) mit langen und fantasievollen Erzählungen zu erfreuen.
Als 12-Jährige begann sie, Bücher über ihr Familienleben und ihre Hunde zu schreiben. Durch zahlreiche Reisen auf die britischen Inseln entdeckte sie ihr Herz für Schottland und vor allem für die Geschichte der unglücklichen Königin Mary Stuart, der sie sich sehr verbunden fühlt.

Heute studiert sie Literatur und Schottische Geschichte an der University of the Highlands and Islands am Inverness College. Wenn sie nicht gerade auf der Suche nach neuen Inspirationen durch die schottischen Hügel streift, ist sie im Pferdestall zu finden oder lernt eine neue Sprache.
„Der keltische Gobelin“ ist ihr erster Roman.
„Mary?“ In seiner Stimme lag nun eine gewisse Vehemenz, Sorge und noch etwas, das ich nicht zu deuten wusste. „Du würdest mir nicht glauben“, schluchzte ich. „Du könntest mir nicht glauben! Keiner könnte das! Es ist verrückt, verrückt!“ „Mary“, sagte er nun in ruhigem Ton. „Egal was es ist, ich werde versuchen, dir zu glauben.“ „Ich bin Studentin“, krächzte ich. „Ich bin Studentin an der Oxford University! […] Ich komme nicht von hier! Ich komme aus der Zukunft!“
Aus: Der keltische Gobelin, Kapitel 7, S.232

Wie ich Schriftstellerin wurde

Bücher sind die Seelen von Häusern. Dieser Satz begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. Es fasziniert mich, wie man bei jedem Buch den Deckel aufklappt und in eine andere Welt eintaucht. Selbst neue Welten zu erschaffen, neue Charaktere zu entwickeln und „kennenzulernen“ und diese dann anderen Menschen vorzustellen ist für mich, als sei ich selbst mitten in einem Abenteuer. Wenn ich der Welt um mich herum für eine Weile entfliehen möchte, dann gibt es nichts Schöneres, als in eine andere einzutauchen – oder eine zu erfinden!

Veröffentlichungen

Neuerscheinung

Der keltische Gobelin

Rebecca Loebbert
Mehr über
Der keltische Gobelin

Rezensionen

572 voller Romantik und schottischer Geschichte

Das Talent zum Schreiben, großes Interesse an historischen Zusammenhängen und die Liebe zu den schottischen Highlands sind die Zutaten, mit denen Rebecca Loebbert aus Stiepel ihren ersten historischen Roman geschrieben hat. Am 6. Mai ist „Der keltische Gobelin“ – 572 Seiten stark – erschienen.

Die 21-jährige Autorin, die mit ihren Eltern seit 17 Jahren in Stiepel wohnt, lebt, schreibt und studiert quasi an zwei Orten. Inzwischen hat sich ihr Lebensmittelpunkt nach Inverness verlagert, größte Stadt und zugleich kulturelles Zentrum der schottischen Highlands. An der University of the Highland and Islands studiert Rebecca Loebbert seit zwei Jahren Literatur und schottische Geschichte. „Ich wohne dort fußläufig zum Loch Ness, das vielen Leuten ja bekannt sein dürfte“, sagt die junge Autorin, die von der Geschichte und Landschaft Schottlands begeistert ist und sich deshalb gut vorstellen kann, dort auch dauerhaft zu leben.

Ihr Studium in Inverness finanziert sich Rebecca Loebbert im Tourismusbereich, verknüpft aber auch dabei Historie und Gegenwart. Sie führt deutsche und britische Touristen im Culloden Visitor Center über das Schlachtfeld von Culloden. „Dort gab es 1746 den letzten Versuch der Schotten, unabhängig zu werden“, erklärt die 21-jährige, „danach haben sie es erst wieder 2014 bei den gescheiterten Referendum versucht.“ Das Interesse an Schottland und seine Geschichte habe enorm durch die US-amerikanische Fantasy-Fernsehserie „Outlander“ angezogen, bestätigt die Stiepelerin. Historisch korrekte und belegte Zusammenhänge mit fiktiven Ideen spannend zu verknüpfen, ist die Intention von Rebecca Loebbert. Angesprochen fühlen dürfen sich vom „keltischen Gobelin“ in erster Linie erwachsene Frauen, die sich gerne mit historisch-romantischen Beziehungen befassen. Ihr Roman ist aus zwei Perspektiven geschrieben, die zwei parallele Handlungen beschreiben. Es geht um Mary Seton, die Hofdame von Königin Maria Stuart von Schottland, die mit einem Mädchen aus der heutigen zeit den Platz wechselt. Inhaltlich sei so viel verraten: In der Pension im Hafen von Calais, wo Mary mit ihren Eltern und ihrer Schwester Urlaub macht, soll schon Maria Stuart mit ihren Hofdamen übernachtet haben, bevor sie nach Schottland zurückkehrte. Ein uralter Wandteppich zieht Marys Blicke an. Er scheint zu leuchten, sie hört Stimmen, schiebt den Gobelin zur Seite – und plötzlich findet sie sich unter den Hofdamen der britischen Königin. Nicht nur das: Maria Seton, eine der Damen, scheint ihren Platz im Jahr 2016 eingenommen zu haben. Warum? Hat sie eine Aufgabe hier? Und wird sie jemals heimkehren können?

Vom Schreiben leben zu können, ist ein Traum, den Rebecca Loebbert perspektivisch realisieren möchte. Neue Stoffe sind auch schon in Bearbeitung oder Vorbereitung. Fertig geschrieben ist ein Schmuggler-Roman, ein Roman über einen Pferdehof in den Highlands befindet sich in der Umsetzung.

Stiepel aktuell, Juni 2021

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